Das ist Fakt!

  • Jeder vierte Jugendliche bis 15 Jahre wurde in der Schweiz bereits in der einen oder anderen Form im virtuellen Raum beleidigt.

  • Mobbing und Cybermobbing verursachen psychologisches Leiden und können je nach Situation mit einem starken körperlichen Schmerz gleichgesetzt werden.

  • Cybermobbing wird von den Täterinnen und Tätern gewählt, weil sie zu feige sind, jemanden direkt anzugreifen.

  • Mobbing und Cybermobbing erfüllen meist einen oder mehrere Straftatbestände und können bei der Polizei angezeigt werden.

  • Die rücksichtsvolle oder intolerante Atmosphäre in einer Schulklasse oder einer Clique beeinflusst stark, ob Mobbing und Cybermobbing von den Mitgliedern akzeptiert wird oder nicht.

  • Die Reaktion auf Mobbing und Cybermobbing soll in jedem Einzelfall zuerst mit Eltern, Schule, der Jugendarbeit oder Freundinnen und Freunden abgesprochen werden.

    * Bild © Pro Juventute

Gruppengefühl

  • Wenn man Opfer von Mobbing oder Cybermobbing wird, hat man selbst nichts falsch gemacht. Eine Gruppe sollte deshalb die Täterin oder den Täter zur Rede stellen und das Opfer schützen.

  • Weil Mobbing und Cybermobbing von feigen und unsicheren Gruppenmitgliedern gemacht wird, kann es jederzeit alle treffen. Eine Gruppe jedoch, die klar macht, dass sie Mobbing und Cybermobbing nicht toleriert, ist immun dagegen.

  • Wenn man Beleidigungen, das lächerlich Machen oder Beschimpfungen in der Gruppe über die sozialen Medien weiterverbreitet, macht sich jede und jeder an Mobbing und Cybermobbing mitschuldig.

  • Jede Gruppe ist so stark, wie sie mit dem schwächsten Mitglied umgeht. Wenn Du mitbekommst, dass eine Freundin oder ein Freund gemobbt wird, stehst Du in einer sozialen Verantwortung. Biete Deine Hilfe an oder wende Dich mit Deinen Beobachtungen an die Jugendarbeit.

Überleg mal…

  • Mobbing und Cybermobbing kann psychologisch schlimme, langfristige Schäden anrichten, die jemanden sogar in eine Depression führen können.

  • Bei Mobbing und Cybermobbing sollen Betroffene unbedingt Hilfe bei Vertrauenspersonen (richtige Freundinnen und Freunde, Eltern, Jugendarbeitenden, Lehrer) suchen, weil das Hineinfressen das Problem schlimmer macht.

  • Beleidigungen gehen immer von der Täterin oder vom Täter aus, die oder der ihre oder seine eigene Schwäche damit kaschieren will.

  • Zu offene Worte oder Bilder von Dir im Netz können jederzeit gegen Dich verwendet werden.

  • In Spreitenbach und Dietikon führten aktuelle Fälle von Cybermobbing zu einem Selbstmord und einer schwerwiegenden psychischen Erkrankung von involvierten Jugendlichen.

  • In Europa gab es in den letzten Jahren mehrere Fälle von Selbstmorden und einem durch Cybermobbing ausgelösten Tötungsdelikt. Die Strafen reichten dabei von Bussen von über 200‘000.- Franken bis zu zwei Jahren Jugendhaft.