Das ist Fakt!

  • 12 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz fühlen sich sehr oft gestresst. 34 Prozent fühlen sich in ihrem Alltag häufig gestresst.

  • Die häufigsten Stressfaktoren sind Schule und Ausbildung und der Zwang zur Attraktivität in der Gruppe. Und die Überforderung Schule/Ausbildung, soziale Kontakte, Hobbies und diverse weitere Anforderungen von Aussen 'unter einen Hut zu bringen'.

  • Stress als kurzfristig gesunde Reaktion auf aussergewöhnliche Herausforderungen kann anhaltend  zu Gereiztheit, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung, Verdauungsproblemen, Müdigkeit oder zu chronischen Kopfschmerzen führen.

  • Die Schweiz ist geprägt von einer Leistungsgesellschaft.

  • Jeder Mensch leistet am meisten und macht dies am besten, wenn sie oder er sich in einem inneren 'Flow' befindet. Das ist der Zustand, in dem jemand nicht überfordert, aber auch nicht unterfordert ist.

  • Äussere Reize wie Computer-Games oder permanente Mitteilungen auf sozialen Medien können Anregungen zu gesunder Aktivität geben. Eine Überflutung jedoch fördert den Stress.

Gruppengefühl

  • Jede und jeder will, dass man sie oder ihn in der Gruppe mag und akzeptiert. Wenn Du jedoch merkst, dass Du Dich stark anstrengen musst, um den Anderen zu gefallen, führt das zu ungesundem inneren Stress. Such Dir Freunde aus, die Dich möglichst so akzeptieren, wie Du bist und die Du ebenso akzeptierst.

  • Sprich mit anderen, wenn Du Dich permanent gestresst fühlst. Frag sie, wie sie mit Stressfaktoren umgehen. 36 Prozent der Schweizer Jugendlichen nehmen sich trotz Stress konsequent Zeit für Aktivitäten wie den Ausgang oder Hobbys, 31 Prozent suchen sich kurze Entspannungsphasen und 24 Prozent treiben gezielt Sport als Ausgleich.

  • Gib in der Gruppe genug Raum für Langeweile. Ein berühmter Mann hat gesagt: "Langeweile ist eine unangenehme Windstille der Seele, welche der glücklichen Fahrt und den lustigen Winden vorangeht.“ (Friedrich Nietzsche).

  • Thematisier den Leistungsdruck in der Gruppe. Beispiel: ‚Will ich immer eine Note wie 5,5 erreichen oder reicht es auch, wenn ich für eine 4,5 lerne?“

Überleg mal...

  • Praktisch alle Jugendlichen, die sehr häufig oder häufig gestresst sind, sagen, sie setzen sich selbst unter Druck und der Stress komme daher, dass sie auch unter Druck alles möglichst gut erledigen wollen.

  • Die meisten der sehr häufig oder häufig gestressten Jugendlichen in der Schweiz sorgen sich bereits um ihre berufliche Zukunft. Woher kommt diese Angst in einem Land mit einer Gesamt-Arbeitslosenquote von rund 3,3 Prozent?

  • Welche Berufe denkst Du für Dich persönlich passen zu Deiner Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft und zu Deinem schulischen Niveau?

  • Knapp drei Viertel der Jugendlichen, die sehr häufig oder häufig gestresst sind, zweifeln auch häufig an sich selbst und ihren Fähigkeiten. Dieses Zweifeln erhöht wiederum den Stress und vermindert die Leistungsfähigkeit – ein Teufelskreis.