Cybermobbing ist Mobbing, bei dem mehrere Personen jemanden im virtuellen Raum absichtlich beleidigen, beschimpfen oder blossstellen. Von Cyber-Bullying spricht man, wenn jemand von einer Einzelperson drangsaliert wird. Die Belästigungen erfolgen via Internet und Handy – Täter und Opfer stehen sich nicht physisch gegenüber. Damit kann eine Täterschaft einfach und schnell beleidigende Texte, Gerüchte und erniedrigende Bilder oder Filme im Internet streuen. Die Anonymität erfordert von der Täterin oder vom Täter weniger Mut wie in der Realität, weil sie oder er verletzen kann, ohne eine direkte Gegenreaktion erwarten zu müssen.
Technisch erfolgt Cybermobbing meist über Handyfilme, Textnachrichten und Fotos, welche in Internetforen, Chaträumen oder sozialen Netzwerken wie Instagram oder Snapchat verbreitet werden. Einerseits können Inhalte so rasend schnell und unkontrolliert verbreitet werden. Andererseits können die verletzenden Daten nur mit grossem Aufwand aus dem Internet gelöscht werden. Inhaltlich geht es meist um die Verbreitung von peinlichen, verfälschten oder freizügigen, respektive pornografischen Fotos und Videos, das Hochladen von Informationen, Gerüchten, Bildern und Videos, das Erstellen von beleidigenden Fakeprofilen, das Beschimpfen, Belästigen, Bedrohen und Erpressen via E-mail und SMS, im Chat oder in Communities und die Gründung von ‚Hassgruppen‘, in denen wie in einem Gästebuch ein Opfer unaufhörlich blossgestellt und beleidigt wird.
Die Technik erlaubt es einer Täterin oder einem Täter als kaum identifizierbare Person zu agieren. Zudem können geschlossene Foren als Mobbing-Platform dienen, zu denen das Opfer gar keinen Zugang hat. Das Mobbing-Opfer weiss folglich manchmal gar nicht, dass es oder von wem es angegriffen wird, was Cybermobbing noch eine Stufe schlimmer macht, als ‚normales‘ Mobbing. Das Cybermobbing zu beweisen, wird dadurch ebenfalls sehr erschwert.