Selbstverletzungen werden gemäss Zahlen aus Deutschland zu 93 Prozent von Kindern und Jugendlichen bis zum 24. Altersjahr begangen. Ein Drittel davon (34 Prozent) ist jünger als 16 Jahre. Die Häufigkeit nimmt danach mit dem Alter sukzessive ab. Selbstverletzendes Verhalten wird von medizinischer Seite klar vom Thema Suizidversuch abgegrenzt. Das heisst, dass wer sich ritzt, noch nicht zwingend an Selbstmord denken muss.
Rund 10'000 junge Menschen unternehmen laut Bundesamt für Statistik in der Schweiz im Jahr einen Suizidversuch. Etwa 100 nehmen sich dabei tatsächlich das Leben. Im Schnitt bringt sich in der Schweiz folglich alle vier Tage ein Teenager um. Ein erfolgter Suizidversuch ist mit Abstand der grösste Risikofaktor für vollendeten Suizid. Das Risiko ist im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung über Jahrzehnte hinweg um das 40-fache oder mehr erhöht.