Diverse Jugendforscher sind sich einig, dass die heutige Individualisierung damit zusammenhängt, dass man vielen Jugendlichen in der Kindheit schon beigebracht hat, dass sie als Person das Wichtigste auf der Welt sind und alles erreichen können, was sie wollen. Die Folge davon sei, dass viele Junge heute permanent auf der Suche nach dem Besseren sind: Nach dem besseren Aussehen, dem besseren Gedächtnis, dem leistungsfähigeren Körper, dem besseren Partner, dem besseren Job. Dies kann zu einem permanenten inneren Stress führen.
Dieser Individualitätwahn führt auch dazu, dass viele Jungen sich als 'Ich-AG‘ sehen und damit einerseits die ganze Daseinslast selbst tragen und andererseits den Wert der Gemeinschaft gering einschätzen. Sie verzichten damit auf das stressabbauende Gefühl, Teil eines gemeinsamen Ganzen zu sein.