Schuld sind immer die Anderen
Wenn Jugendliche „schwierig“ werden und Normen verletzen, reagiert unsere Gesellschaft oft mit restriktiven Massnahmen oder repressiven Methoden. Im Setting der Offenen Jugendarbeit sind das keine anerkannten Vorgehensweisen. Daraus ergeben sich Chancen, aber auch Herausforderungen. Deshalb lohnt sich der Versuch, die Perspektive von „schwierigen“ Jugendlichen einzunehmen und ihre Verhaltensweisen nachzuvollziehen. Nicht um Entschuldigungen vorweg zu nehme, sondern um Jugendlichen mit klarer Haltung wichtige Orientierung anzubieten.
Ein Einstiegsinput von Lothar Janssen und Dirk Baier legt zum gemeinsamen Verständnis eine Grundlage zum zugegebenermassen etwas reisserischen Begriff „schwierige Jugendliche“. Vor allem aber vermittelt das Referat spannende Einsichten zu Lebenswelten und Verhaltensstrategien von Jugendlichen, die oft Grenzen überschreiten und wenig kooperativ sind. Danach können Fragestellungen und Ansichten gemeinsam mit Lothar Janssen, Dirk Baier im Plenum diskutiert werden.

Kursleitung
Prof. Dr. Dirk Baier, Soziologe, Leiter des Instituts für Delinquenz und Kriminalprävention an der ZHAW.
Rolf Weilenmann, Chef Dienst Jugendintervention Kanton Zürich.
Lothar Janssen, Theologe und Psychologe, lic. phil. I (Universität Zürich), Fachpsychologe für Psychotherapie FSP. Leiter Beratungs- und Präventionsstelle.

Kosten: CHF 20.- (bitte in bar mitbringen)

Freitag 4. Oktober, 14 bis 15.30 Uhr, MOJUGA, Sennweidstrasse 1a, 8608 Bubikon

Die Teilnehmerinnen- und Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldung