Der Hauptinhaltsstoff von Cannabis, das THC, dockt im Gehirn an sogenannte CB1-Rezeptoren an. Diese liegen in Regionen des Gehirns, die mit Lernen und Gedächtnis, Motivation und Entscheidungsfähigkeit zu tun haben. Fähigkeiten also, die für die Entwicklung junger Menschen besonders wichtig sind. Wie ein regelmässiger Cannabiskonsum in die Hirnentwicklung genau eingreift, wird zwar medizinisch noch nicht im Detail verstanden. Doch beobachten Ärzte  bei regelmässigem Cannabiskonsum oft Symptome wie Antriebslosigkeit, Gleichgültigkeit und generelles Desinteresse. Für junge Menschen in Ausbildung sind das schlechte Voraussetzungen. Immer mehr Stimmen aus medizinischen Kreisen verweisen zudem auf eine mögliche starke  psychische Gefährdung von frühem Cannabiskonsum. Die Gefahr, dass 13- bis 16-Jährige, die bereits regelmässig kiffen, eine psychische Störung wie beispielsweise eine Psychose oder später daraus folgend eine Schizophrenie entwickeln, würde sich gemäss Medizinern verdichten. Auch die Gefahren des Rauchens – ein Joint ist ungefähr viermal schädlicher, als das Rauchen einer Zigarette – wie Atemwegerkrankungen sind im Auge zu behalten.
Cannabis-Produkte mit einem THC-Wert von unter einem Prozent, aber mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD) haben keine berauschende, sondern eine beruhigende Wirkung. Bezüglich schädlicher Nebenwirkungen oder Suchtpotential von CBD allgemein gibt es noch kaum wissenschaftliche Erkenntnisse.
Allgemein erleben Jugendliche das punktuelle Konsumieren von Cannabis durchaus auch positiv. Gemeinsame Erlebnisse wie Konzertbesuche, Musikhören oder Campieren in der Natur können durch den Cannabis-Konsum individuell aufgewertet, entspannt oder intensiviert werden.