Langzeitstudien zur Auswirkung von E-Zigaretten auf die Gesundheit bei wiederholtem Gebrauch gibt es keine. Unklar ist somit, ob der Stoff Propylenglykol zur künstlichen Erzeugung von Rauch und Nebel, welcher in den E-Zigaretten und E-Shishas enthalten ist, akute Irritationen der Atemwege hervorrufen und die Aromastoffe Allergien auslösen können. Fakt ist, dass Liquids in E-Zigaretten Giftstoffe in unterschiedlicher Konzentration enthalten. Deshalb ist es nicht möglich, zu sagen, welches Liquid am schädlichsten ist.
Die Schweizer Krebsliga meint, dass neben dem Grundstoff Propylenglykol auch weitere Stoffe in Verdampfungsprodukten enthaltene Stoffe wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein, Crotonaldehyd oder Aceton krebserregend sind. Klar ist, dass herkömmliche Zigaretten bei ihrer Verbrennung Teer
und Kohlenmonoxid produzieren, was zur gefürchteten Raucherlunge führen kann. Diese Gefahr fällt bei der E-Zigarette weg. Verschiedene Wissenschaftler sagen, dass E-Zigaretten im Vergleich zu Tabakzigaretten ‚wahrscheinlich rund 95 Prozent weniger schädlich sind‘.
2015 legte eine nachträglich unbestätigte US-Studie nahe, dass E-Zigaretten eine sogenannte ‚Popcorn‘-Lunge erzeugen würden. Die Studie wies auf einen Zusammenhang zwischen dem teilweise in E-Zigaretten enthaltenen Stoff Diacetyl und der schwerwiegenden Lungenkrankheit Bronchiolitis obliterans hin. Diese wurde bei Arbeitern in einer US-Popcorn-Fabrik diagnostiziert, welche bei der Produktion regelmässig Diacetyl eingeatmet haben. Auch eine ähnliche japanische Studie konnte nicht bestätigt werden.