Die Aufklärung eines Kindes, eines Jugendlichen erfolgt über einen jahrlangen Prozess. Dieser beginnt mit einem gesunden Körpergefühl, das sich bereits im Kleinkindalter zu entwickeln beginnt. Sexualität ist etwas Körperliches und Gespräche über Sexualität sind demzufolge immer theoretischer Natur und nehmen den Jugendlichen die Erfahrung selbst nicht vorweg. Knapp zwei Drittel der Schweizer Jugendlichen werden zwischen zehn und dreizehn Jahren aufgeklärt. Die Aufklärungsinstanzen sind unterschiedlich: Bei vielen Mädchen ist es noch immer die Mutter, zunehmend auch die Väter bei den Söhnen. Die Schule, die Jugendlichen untereinander – und stark zunehmend das Internet. Dabei werden darin aufbereitete Information wie Wikipedia genau so genutzt wie Pornofilme.
Allgemein besteht in Europa gemäss neusten Studien eine erhebliche Wissenslücke im Zusammenhang mit sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV/AIDS oder Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Gonorrhoe (Tripper) und Chlamydien, die sich derzeit auch hierzulande wieder im Vormarsch befinden.