Arten

E-Zigaretten, oder elektronische Zigaretten, bringen durch eine elektrisch beheizte Wendel (Umwandlung von elektrischer in thermische Energie) eine Flüssigkeit (das sogenannte ‚Liquid‘) zum Verdampfen. Der entstehende Nassdampf wird vom Konsumenten inhaliert oder gepafft. Das Liquid besteht aus dem Grundstoff Propylenglycol (Lebensmittelzusatzstoff E 1520), diversen weiteren Stoffen in kleinerer Quantität und optional Nikotin. In Herstellung, Material, Geschmacksrichtungen der Liquids und visuellem Erscheinen gibt es eine breite Vielfalt von Verdampfungsprodukten. Entsprechend variieren die Preise von ab zehn bis über hundert Franken. Im Unterschied zur herkömmlichen Tabak-Zigarette findet bei der E-Zigarette kein Verbrennungsprozess statt.

Als neues ‚Mittelprodukt‘ zwischen normaler Zigarette und E-Zigaretten haben Tabakkonzerne kürzlich sogenannte ‚Heat-not-burn‘-Zigaretten auf den Mark gebracht, bei welchen Tabak erhitzt und nicht verbrannt wird. Gemäss den Herstellern würden so bis zu 90 Prozent weniger toxische Stoffe anfallen.

Neue E-Zigaretten vom Typ Juul nutzen Nikotinsalze. Diese werden mit Hilfe von Benzoesäure aus Nikotin gewonnen. Grundsätzlich werden Nikotinsalze vom Körper schlechter aufgenommen, durch den Gebrauch von Benzoesäure wird die Absorptionsgeschwindigkeit (Aufnahmegeschwindigkeit) jedoch beschleunigt. Diese Säure reduziert ausserdem den PH-Wert der E-Liquids: Die Reizung im Rachen wird dadurch vermindert und somit kann die Person den Dampf noch tiefer einziehen oder "juulen". E-Flüssigkeiten, die Nikotinsalze beinhalten, ermöglichen es daher, hohe Dosen an Nikotin zu inhalieren (mehr als 50mg/ml in den Vereinigten Staaten, begrenzt auf maximal 20mg/ml in Europa und der Schweiz).