Genau wie beim direkten Mobbing, beispielsweise auf dem Schulhausplatz, muss auch beim Cybermobbing bezüglich der rechtlichen Situation jeder Fall einzeln abgeklärt werden. Zuerst ist zu klären, ob es sich um ein Offizialdelikt handelt, also ein Delikt, bei dem die Strafbehörde automatisch tätig wird. Im Gegensatz dazu steht das Antragsdelikt, das für eine strafrechtliche Untersuchung eine zivilrechtliche Anzeige bedingt. Einfache Beleidigungen beispielsweise sind ein Antragsdelikt, das erpresserische Versenden von Nacktbildern dagegen ein Offizialdelikt.
Mobbing und Cybermobbing sind im Schweizer Strafgesetz nicht explizit als Straftatbestand aufgeführt (Österreich hat dagegen 2016 einen  neuen Paragraf eingeführt, der direkt auf Cybermobbing zielt). Die dem Mobbing zugrunde liegenden belästigenden, drohenden und demütigenden Handlungen jedoch können auch in der Schweiz vielfältige Straftatbestände erfüllen. Dazu gehören insbesondere: Unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem (Art. 143bis StGB), Datenbeschädigung (Art. 144bis StGB), Betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Art. 147 StGB), Erpressung (Art. 156 StGB), Ehrverletzung, üble Nachrede (Art. 173 StGB), Verleumdung (Art. 174 StGB), Beschimpfung (Art. 177 StGB),  Unbefugtes Beschaffen von Personendaten (Art. 179novies StGB), Drohung (Art. 180 StGB), Nötigung (Art. 181 StGB).