Offene Jugendarbeit und E-Zigaretten und E-Shishas

Die MOJUGA stellt in allen Leistungsgemeinden fest, dass immer mehr Jugendliche E-Zigaretten, E-Shishas und neu E-Zigaretten vom Typ Juul konsumieren. Für die offene Jugendarbeit sind alle diese Produkte eine Vorstufe zum Zigarettenkonsum.

Insofern fühlt sich die MOJUGA diesbezüglich der Gesundheitsprävention verpflichtet. Dies umso mehr, als dass es bisher noch keine Langzeitstudien über das Schadenspotenzial gibt. Ob der Verdampfungsprozess bei E-Zigaretten und E-Shishas auch ohne Nikotinzusatz neue medizinische Probleme hervorrufen kann, ist wissenschaftlich nicht geklärt. E-Zigaretten vom Typ Juul verwenden süchtigmachende Nikotinsalze.

In allen Jugendhäusern, welche die MOJUGA betreut, ist der Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas aus diesen Gründen verboten. Die MOJUGA anerkennt den sozialen Aspekt beispielsweise beim gemeinsamen Shisha-Rauchen, warnt die Jugendlichen jedoch gleichzeitig vor dem Konsum.

(Bildquelle: Wikimedia, Mylesclark96)


Empfehlungen der MOJUGA 

  • Behandeln Sie E-Zigaretten und E-Shishas wie Tabakzigaretten und weisen Sie auf mögliche Lungenschädigungen hin – besonders bei Jugendlichen, deren Körper noch im Wachstum ist.
  • Warnen Sie vor E-Zigaretten und E-Shishas als potenzielle Vorstufe zum Zigarettenrauchen. Zeigen Sie auf, dass eine frühe Gewöhnung an das alltägliche Ritual des Inhalierens im Jugendalter prägend sein kann.
  • Weisen Sie darauf hin, dass die einfache Erhältlichkeit von E-Zigaretten kein Indiz für deren Ungefährlichkeit sind, sondern dass diesbezüglich der Gesetzgeber hinter der gesellschaftlichen Entwicklung hinterherhinkt (siehe Rubrik ‚Rechtliches‘).
  • Warnen Sie speziell vor Shisha-Bars, in denen Original-Shisha-Wasserpfeifen geraucht werden. Dieser Konsum setzt - im Gegensatz zu E-Shishas, welche wie E-Zigaretten funktionieren - hohe Konzentrationen von Kohlenmonoxid frei. Das kann vor allem in geschlossenen Räumen zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen.

 

 

Hintergrund

Elektronische Zigaretten werden erst seit einigen Jahren stärker vermarktet. Gemäss den Resultaten eines Spezialberichts des Suchtmonitorings Schweiz von 2016 stagnierte der tägliche Gebrauch von E-Zigaretten bei 0.4% der Befragten. Die Mehrheit der Dampfer rauchte gleichzeitig Tabakprodukte. Die faktische Freigabe von nikotinhaltigen Liquids für E-Zigaretten mit einem Bundesverwaltungsgerichtsentscheid im Frühling 2018 hat zum Markteintritt von grossen Playern wie Japan Tobacco (mit dem Produkt Logic) und der US-amerikanischen Marke Juul geführt. Juul ist der weitaus grösste Vertreter einer neuen Generation von E-Zigaretten von «Pod Mods», die leicht auswechselbare Kapseln aufweisen und die das Nikotin in Form von schnell und stark wirkenden Nikotinsalzen zuführen. In den USA hat dies zu einer starken Ausbreitung des Produktes und wahrscheinlich auch Abhängigkeit unter Jugendlichen geführt, da sie besonders ein junges Publikum ansprechen.

Arten

Rechtliches

Gesundheitliches

Original-Shishas